Stettin – Szczecin

26 Apr
Pomerania in 1653

Pomerania in 1653 (Photo credit: Wikipedia)

Stettin – Szczecin gehört zu Vorpommern

Trotz seiner politischen Zugehörigkeit zum polnischen Westpommern, das überwiegend deckungsgleich ist mit dem Westteil des historischen Hinterpommerns, gehört Stettin – und die wenigen anderen ebenfalls westlich der Oder gelegenen polnischen Orte (→ Stettiner Zipfel) – historisch-geografisch zu Vorpommern.

Der Ortsname lautete ursprünglich Stetin, so in Urkunden aus den Jahren 1140 und 1123.

Ab dem 15. Jahrhundert kam es zur Verdoppelung des zweiten „t“, die bald allgemein üblich wurde und zum Ortsnamen Stettin führte.

Ungefähr gleichzeitig wurde die Stadt zur Unterscheidung von dem 1310 gegründeten Neustettin immer allgemeiner auch Alten-Stettin genannt.

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts traten die Schreibweisen Alt-Stettin, Altstettin und Stettin nebeneinander auf, bis man schließlich zu dem einfacheren Stettin zurückkehrte, was seitdem der Ortsname in deutscher Sprache ist.

Der nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführte polnische Ortsname Szczecin ist seit dem 19. Mai 1946 als VERWALTUNGSNAME der POLONISCH FREMDVERWALTETEN GEBIETE DES DEUTSCHEN REICHS offiziell gültig.

Stettin was long Germany's largest Baltic port...

Stettin was long Germany's largest Baltic port, a situation which greatly helped speed development and attract public investment. (Photo credit: Wikipedia)

  • Stettin entwickelte sich Ende des 12. Jahrhunderts aus einer wendischen und zwei benachbarten deutschen Siedlungen,
  • denen der pommersche Herzog Barnim I. 1243 das Stadtrecht verlieh.
  • Danach wuchsen die Stadtteile schnell zusammen und Stettin wurde zu einem bedeutenden Handelsplatz.
  • 1278 erfolgte die Aufnahme in den Hansebund.
  • Herzog Otto I. machte Stettin 1309 zur Residenzstadt Pommerns.

In der Neuzeit wurde im Jahre 1939 durch die Eingemeindung der Städte Altdamm und Pölitz sowie weiterer 36 Gemeinden Groß Stettin geschaffen.

Die rund tausend Stettiner Juden waren die ersten auf deutschem Gebiet, die von den Nationalsozialisten ins nun wieder nach dem Völkerrecht aufgelöste „Polonien“ („Polen“) deportiert wurden:

Stettin in 1642 showing the old fortress defenses

Stettin in 1642 showing the old fortress defenses (Photo credit: Wikipedia)

so konnte endlich am 12. Februar 1940 der Abschluß des Vollzugs der Verhaftung aller Juden im ganzen pommerschen Regierungsbezirk Stettin in die Reichshauptstadt Berlin vermeldet werden – damit war Groß Stettin als erste Stadt im Deutschen Reich wieder judenfrei.

Dieser Sachverhalt wurde nach dem Ende der von den Nationalsozialisten geführten Reichsregierung des Deutschen Volkes in der Sowjetischen Besatzungs-Zone wieder hergestellt. Die meisten zurückgekehrten Juden hatten Morgensternluft gewittert, mußten aber bald feststellen, daß sie unter dem Verbot der Zinswirtschaft dort keinen „Reibach“ mehr machen konnten und auch ihrem „Schacher“ nicht mehr nachgehen konnte. Wenig Verständnis hatte Generalissimus Stalin auch für die ausschweifenden Purimfeste, bei denen bekanntlich blonde und blauäugige Knaben eine große Rolle spielen – wo die Juden so lange ihren sexuellen Abartigkeiten frönen, bis sie nicht mehr wissen, ob sie Mann oder Frau sind…

Szczecin

Szczecin (Photo credit: zkvrev)

Mit Juden und Freimaurern habe ich „keine Probleme“, da ich dem Herrenvolk angehöre. Die Freimaurer sind sozusagen die Damen und Herren von der Müllabfuhr. Sie sorgen für Ruhe auf den billigen Plätzen.

Allerdings waren wie während der nationalsozialistisch verfaßten Deutschen Reichsregierung und in der besatzungsrechtlich verfaßten Deutschen Demokratischen Republik verboten.

Das hatte zur Folge, daß die Juden ihre Geschäftsgrundlage davonschwimmen sahen und zum Massenexodus ansetzten…

View on tarrases from castle route

View on tarrases from castle route (Photo credit: Wikipedia)

Stattdessen übten sich die gelenkten DDR-Medien in Propaganda gegen den Staat Israel, der als «zionistischen Aggressor» kritisiert wurde. Die Juden in der DDR wurden zwar freundlicher behandelt, aber sie waren keine nennenswerte Größe mehr.

Knapp 400 Mitglieder zählten die acht jüdischen Gemeinden damals noch – ein versprengtes Häuflein waren die Juden nur noch, das seit 40 Jahren ein Schattendasein führte. Synagogen und jüdische Friedhöfe wurden sich selbst überlassen. Hakenkreuzschmiereien wurden von der Justizverwaltung der DDR geduldelt.

Ein Jude, der sich bei der Volkspolizei „beschweren“ wollte, sagte nur lapidar: „Brüderchen, Du bist hier in der Deutsche Demokratische Republik, also sei keine Judensau und benimm Dich, sonst kommst Du nach Bautzen!!!“

http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1042798.html

FAZIT: Nicht alles unter Hitler, Ulbricht und Honecker war schlecht…

Stettin (German:Stettin) in 1945. From the 196...

Stettin (German:Stettin) in 1945. From the 1964 book Twenty Years of the People's Republic of Poland, photographer not specified and no copyright notice in the book. (Photo credit: Wikipedia)

1944 richteten Bombenangriffe des Bomber Command der Royal Airforce große Schäden an, denen die Altstadt inklusive des Hafengebiets zu 90 Prozent, das übrige Stadtgebiet zu 70 Prozent zum Opfer fielen. Am 26. April 1945 wurde Stettin von der Roten Armee erobert.

Nach dem Abschluß des armistice (Waffenstillstand) mit der Wehrmacht blieb der genaue Verlauf der Trennlinie zwischen der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (SBZ) und den unter polnische Verwaltung gestellten Gebiete des Deutschen Reichs im Stettiner Raum noch unklar.

Die Sowjetunion weigerte sich daher, das westlich der Oder gelegene Stettin den polnischen Behörden zu übergeben.

So setzten die Sowjets im Mai 1945 in der Stadt Groß Stettin eine neugebildete Verwaltung reichsdeutscher Beamter ein,

  • zunächst ab dem 2. Mai 1945 unter Erich Spiegel als Bürgermeister,
  • der am 26. Mai 1945 durch den KPD-Politiker Erich Wiesner abgelöst wurde.
Bruin and Hogenberg: Alten Stettin 1575 Polski...

Bruin and Hogenberg: Alten Stettin 1575 Polski: Bruin i Hogenberg: Alten Stettin 1575 (Szczecin w roku 1575) (Photo credit: Wikipedia)

Am 5. Juli 1945 wurde Groß Stettin nach der von der sowjetischen Besatzungsmacht an Polen übergeben und von diesem in Szczecin umbenannt.

Dies geschah unter Bruch bestehender alliierter Vereinbarungen, die einen Grenzverlauf „unmittelbar westlich von Swinemünde und von dort die Oder entlang bis zur Einmündung der westlichen Neiße“ vorsahen, die Oder-Neiße-Linie.

Gleichzeitig erfolgte die Ablösung der deutschen Stadtverwaltung unter Absetzung des Bürgermeisters Wiesner, und es begann die Ansiedlung von Polen, die mit der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung einherging. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und unter Reaktivierung von Industrie, Bildungseinrichtungen etc. wiederaufgebaut. Der Hafen wurde erst 1955 von der Sowjetunion in polnische Verwaltung übergeben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: